4 Herzensböden für Deine Finanzen

Wir haben gerade einen Praktikanten bei uns in der Gemeinde, den Lukas! Lukas studiert gerade Theologie an der Theologischen Hochschule in Tabor! Am vorletzten Sonntag hat er über das Gleichnis vom Sämann gepredigt! Wenn Du jetzt vielleicht denkst, och ne, nicht schon wieder dieses Gleichnis, das hab ich selbst schon 1.000 x gelesen und 100 Predigten drüber gehört; gib uns und vor allem Gott die Chance, Dir in den nächsten Minuten Aspekte dieses Gleichnisses zu zeigen, die Du vorher vielleicht noch nie gehört oder gesehen hast!

»Hört mir zu! Ein Bauer ging aufs Feld, um Getreide zu säen. (Markus 4,3)

Dann sagte er zu seinen Jüngern: »Ihr versteht schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen begreifen? Was der Bauer im Gleichnis aussät, ist die Botschaft Gottes. (Markus 4,13-14)

Der Sämann säht also die Botschaft Gottes aus. Zuerst habe ich mich gefragt: OK, aber wer ist der Sämann? Ist das Jesus? Sind das Priester und Pastoren? In 1. Petrus 2,9 heißt es:

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht!

Also, jeder Christ ist ein königlicher Priester aus Gottes heiligem Volk, berufen, Gottes große Taten zu verkünden! Damit sind wir alle zu Sämännern berufen, die Botschaft von Gott auszusähen. Was in der Predigt von Lukas für mich der erste Aha-Effekt war: Der Sämann ist unglaublich verschwenderisch. Ich stelle es mir so richtig bildhaft vor, wie er einen Stoffbeutel hat und mit seiner Hand in vollen Zügen aussäht. Und eben nicht nur auf den guten vorbereiteten Ackerboden, sondern wie wir gleich noch sehen werden: er säht so großzügig und verschwenderisch, dass viel Samen auch auf einen Weg, auf Felsen und unter Dornen fallen.

Wir von Bibel-Finanz sind letztendlich auch Hilfsarbeiter des größten Sämanns aller Zeiten, wir sind Hilfsarbeiter von Jesus Christus. Unsere Berufung ist es, seine gute Botschaft über Finanzen auszusähen. Und das Gleichnis macht mir nochmal deutlich, dass wir damit auch nicht sparsam oder gar geizig sein sollen, das entspricht nicht dem Wesen Gottes! Egal, ob an Nicht-Christen oder an Christen: wir dürfen das weitergeben, was Gottes Wort an guten Botschaften für die Menschen hat – auch über Finanzen! In 2. Timotheus 3 heißt es in den Versen 6 und 7:

Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt. So werden wir reife Christen und als Diener Gottes fähig, in jeder Beziehung Gutes zu tun.

Als er die Körner ausstreute, fielen ein paar von ihnen auf den Weg. Sofort kamen die Vögel und pickten sie auf. (Markus 4,4)

Die Menschen, bei denen die Saatkörner auf den Weg fallen, haben die Botschaft zwar gehört. Aber dann kommt der Satan und nimmt alles wieder weg, was in ihr Herz gesät war. (Markus 4,15)

Vielleicht bist Du selbst auch in dieser Situation: Du liest oder hörst, was Basti und ich über Finanzen aus biblischer Sicht erzählen, aber für Dich ist das weit weg? Die befreiende Botschaft Gottes, dass er unser Versorger sein möchte und wir uns keine finanziellen Sorgen machen müssen, kommt einfach nicht in Dein Herz. Aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht bist Du aber auch so beschäftigt, wie die Menschen auf diesem Weg. Du hörst Gottes Botschaft und sein Angebot, eigentlich findest Du das auch interessant und spannend, aber Du bist so beschäftigt, dass Du keine Zeit findest, Dich damit zu befassen. Und so läufst Du weiter auf Deinem bisherigen Weg, aber der Samen findet keinen Raum um aufzugehen.

Vielleicht bist Du sogar so beschäftigt, dass Du Dich einfach nur noch getrieben fühlst von Deiner Arbeit, vielleicht sogar von den Ämtern in der Gemeinde, von den Erwartungen Deiner Familie oder von anderen Aufgaben. Dein Leben fühlt sich gar nicht mehr nach Leben an, sondern einfach nur noch nach Funktionieren und Überlebenskampf. Ich kenne solche Phasen auch aus meinem Leben, und kann sagen: Ohne ein Innehalten und einen Perspektiv- bzw. Standortwechsel für mich Pflänzchen wäre ich daran vermutlich zugrunde gegangen.

Hier kommt der zweite Aha-Effekt der Predigt von Lukas ins Spiel: Bisher hatte ich das Gleichnis immer so verstanden, dass es Menschen gibt, deren Herz ist halt hart wie dieser Weg, da kann Gottes Wort nicht wurzeln oder wachsen. Und so entsprechen die verschiedenen Böden einfach verschiedenen Menschen, die verschieden auf Gottes Wort reagieren. So beschreibt es Jesus ja auch in seiner Erklärung. Aber kann es nicht auch sein, dass in mir selbst, in meinem Herzen, manchmal in verschiedenen Lebensbereichen verschiedene Böden bestehen? Du bist vielleicht in der Gemeinde ein glühender Anbeter, aber in der Familie bekommst Du es einfach nicht hin, als gutes Vorbild für Deine Kinder den Glauben ansteckend vorzuleben. Oder Du bist ein toller Vater, ein echtes geistliches Familienoberhaupt, aber bei der Arbeit handelst Du nach weltlichen Maßstäben. Oder beim Umgang mit Finanzen möchtest Du den Hut vielleicht lieber selbst aufhaben und Dich und Deine Versorgung nicht kompromisslos Jesus ausliefern.

Von daher möchte ich Dich heute ermutigen, wenn Du das liest und Dich fragen: In welchen Bereichen Deines Lebens kommt Gottes Same, Gottes Wort bisher noch nicht an? Wo ist Dein Herz zu hart oder vielleicht auch zu beschäftigt, um den Samen aufgehen und wachsen zu lassen? Egal, welcher Bereich es ist: Lass nicht zu, dass Satan kommt und all das Kostbare stiehlt, was Gott bereits in Dein Herz gesät hat! Und wenn es bei Dir vielleicht der Bereich der Finanzen ist, den Du Gott noch nicht vollständig unterstellt hast, dann bist Du herzlich eingeladen, z.B. unseren Online-Kurs zu machen, um Gottes gute Finanzprinzipien für Dein Leben kennenzulernen!

Andere Körner fielen auf felsigen Boden, wo nur wenig Erde war. In der dünnen Erdschicht ging die Saat zwar schnell auf, als dann aber die Sonne am Himmel hochstieg, vertrockneten die Pflänzchen. Sie hatten keine starken Wurzeln und verdorrten deshalb in der Hitze. (Markus 4,5-6)

Andere Menschen wiederum sind wie der felsige Boden, auf den die Körner fallen: Sie hören die Botschaft und nehmen sie sofort mit Begeisterung an. Aber ihr Glaube hat keine starken Wurzeln und deshalb keinen Bestand. Wenn solche Menschen wegen ihres Glaubens in Schwierigkeiten geraten oder gar verfolgt werden, wenden sie sich gleich wieder davon ab. (Markus 4,16-17)

Bei diesem Untergrund sind wir schon ein Stück weiter. Der Samen findet Boden, wo er aufgehen kann, und nicht sofort zertrampelt wird. Aber es ist nur eine dünne Erdschicht, die kleinen Wurzeln finden kaum Nährstoffe und vor allem keinen Halt. Und so verdorrt die Baby-Pflanze in der Hitze.   Jesus sagt, die Hitze steht für Schwierigkeiten im Glauben, Anfechtung, vielleicht sogar Verfolgung. Verfolgung, das ist für uns als Christen in Deutschland bisher eigentlich kaum real. Na klar, wir werden mit unserem Engagement immer wieder in Kommentaren belächelt, beschimpft, verurteilt oder anders angegangen, aber das ist bei Weitem keine Verfolgung. Und doch kenne ich das aus meinem Leben, wenn nicht alles rund läuft, nicht nach dem Plan, den ich mir ausgedacht hatte. Ich denke z.B. an ein Investment im letzten Jahr in ein Start-up-Projekt, von dem ich begeistert war und es noch immer bin. Aber nach dem Start des Produktes: kaum nennenswerte Umsätze, schon gar nicht gemessen an der Höhe des Investments. Aber auch persönliche Krisen jenseits des Finanziellen kenne ich, die mich wie so eine junge Pflanze in Hitze, Sturm und Fluten durchgeschüttelt haben.

Dann ist es wichtig, so impliziert dieses Gleichnis, dass wir feste, starke Wurzeln haben, die uns Halt geben. Daher möchte ich Dich bei diesem zweiten Boden fragen: Was gibt Dir halt in Deinem Leben? Was ist das Fundament, auf dem Du Dein Leben aufgebaut hast? Und ist es fest und stabil, wenn Krisen über Dein Leben hinwegfegen?

Natürlich sind wir hier fast automatisch wieder beim Thema Finanzen. Denn viele Menschen sehen ihre Sicherheit in ihren Ersparnissen, ihren Aktiendepots oder ihrer Altersvorsorge. Aber mal ganz ehrlich: Können Dich ein paar Schnipsel Papier, ein paar Steine oder Klumpen Gold wirklich versorgen oder dir womöglich sogar Sinn geben? Ich wage das zu bezweifeln.

Ich glaube, wenn meine Werte in einem biblischen Wertesystem verwurzelt sind, bin ich auch nicht so wetterwendisch wie dieses kleine Pflänzchen. Mit klaren biblischen Werten, die mein Denken und Handeln prägen, komme ich im Glauben nicht so leicht zu Fall, wie Luther hier in Vers 17 übersetzt. Denken wir z.B. an die christlich biblische Tugend der Ehrlichkeit: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Wenn ich z.B. bei der Arbeit damit konfrontiert werde, dass ich halbwahre oder möglicherwiese gänzlich unwahre Angaben machen soll, um vielleicht einen Vertrag abschließen zu können oder ein dickes Geschäft an Land zu ziehen, dann hilft mir der Wert „Ehrlichkeit“ es nicht zu tun, eben meinen Glauben nicht über Bord zu werfen, sondern Jesus treu zu folgen. Oder denken wir an die Steuererklärung: Vielleicht sitzen gerade die einen oder anderen daran, ihre Belege zu sortieren und beim Finanzamt einzureichen. Ach, ein wenig gemogelt, ist doch nicht so schlimm, und außerdem machen es doch alle. Und schon habe ich meinen Glauben von der Hitze besiegen lassen, weil meine Wurzel im Bereich der Ehrlichkeit noch nicht sonderlich stark ausgeprägt war.

Wieder andere Körner fielen ins Dornengestrüpp, doch dieses hatte die junge Saat bald überwuchert, so dass sie schließlich erstickte. Es konnte kein Getreide wachsen. (Markus 4,7)

Noch andere Menschen gleichen dem von Dornengestrüpp überwucherten Boden: Sie hören die Botschaft zwar, doch dann kommen die Sorgen des Alltags, die Verlockungen des Reichtums und die Gier nach all den Dingen dieses Lebens und ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht daraus entstehen kann. (Markus 4,18-19)

Wenn wir wieder in einem Prozess denken, sind wir an dieser Stelle eigentlich schon ganz gut unterwegs. Das Samenkorn ist nicht zertreten worden, es hat Wurzeln gebildet und ist trotz Hitze gewachsen. Doch dann geschieht etwas, dass das Wachstum jäh stoppt. Denn nicht nur das Samenkorn ist gewachsen, sondern auch andere Dinge in unserem Leben.

Jesus nennt hier drei Dinge, die ich als die Strategien Mammons bezeichne. Drei Strategien einer geistlichen Macht, die hinter unserem Umgang mit Geld und Besitz stehen, und die vielen unbekannt sind:

  • 1) Sorgen des Alltags: Werde ich genug haben? Wird es für mich und meine Lieben reichen? Was wird sein, wenn… und dann brauen sich unsere Gedanken wie Gewitterwolken zu riesigen Türmen auf, und wachsen und wachsen und werden schließlich so groß, dass sie alles andere überwuchern. Dabei sagt Jesus: Hey, entspann Dich! Nur die Heiden machen sich solche Sorgen. Kümmere Du Dich einfach um mein Königreich, um meine Saat, und um Gerechtigkeit, dann werde ich Dich mit allem versorgen, was Du für ein gutes Leben brauchst! So sagt Jesus es in Matthäus 6,33.
  • 2) Verlockungen des Reichtums: Arme Menschen denken, wenn Sie reich wären, hätten sie keine Sorgen mehr. Reiche Menschen denken, wenn Sie noch viel viel mehr hätten, dann hätten sie keine Sorgen mehr. Diese Spirale lässt sich endlos fortführen. Es ist eine Lüge, dass wir durch Reichtum ein sorgenfreieres Leben hätten. Doch wie häufig fallen wir auf diese Verlockung herein. Paulus schreibt an Timotheus (1. Brief 6,17): Den Reichen gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen! Nicht Reichtum ist der Schlüssel, sondern Zufriedenheit! So schreibt Paulus es im gleichen Kapitel in Vers 6.
  • 3) Gier nach den Dingen des Lebens: Die Bibel nennt eine solche Gier auch Habsucht, die Sucht nach Habe und Besitz. Unser ganzes Wirtschaftssystem lebt letztendlich davon, dass wir immer mehr von allem haben wollen, obwohl wir hier in Mitteleuropa eigentlich alle mehr als gut versorgt sind. Im eben schon genannten Brief an Timotheus schreibt Paulus im gleichen Kapitel (6,10): Alles Böse erwächst aus der Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und ist dadurch vom Glauben abgekommen. Wie viel Not und Leid hätte er sich ersparen können!

Alle drei genannten Punkte führen dazu, dass die Kraft des Wort Gottes in unserem Leben erstickt wird: Sorgen genauso wie das Streben nach Reichtum und die Gier nach den Dingen des Lebens. Im Urtext steht hier: Die Sehnsucht, das Verlangen, der starke Wunsch nach weltlichen Dingen. Und was an der Aussage von Jesus einmal mehr radikal ist: Diese genannten Dornen führen nicht dazu, dass wir weniger Frucht bringen. Jesus sagt: Der Same bringt dann keine Frucht. Daher bei diesem Boden die Frage an Dich: Was sind die Dornen in Deinem Leben, die das Wort Gottes ersticken und davon abhalten, Frucht zu bringen?

Früher dachte ich: Naja, das ist halt der Dornen-Typ. Heute weiß ich: Ich habe selbst Bereiche in meinem Leben, in denen es dornig aussieht. Und das ermutigende ist: Der Boden muss nicht so bleiben wir er ist! Wie ein guter Landwirt können wir hergehen, und den Boden aufbereiten: Wir können ihm Nährstoffe geben, wir können die Dornen und anderes Unkraut ausreißen. Natürlich kann es helfen, wenn wir uns z.B. christliche Ratgeber reinziehen, egal ob als Buch, Podcast oder wie auch immer. Ratgeber, die uns ermutigen aber auch korrigieren, wenn es nötig ist. Natürlich können solche Ratgeber auch Freunde sein, denen wir das Recht geben, in unser Leben hineinsprechen zu dürfen. Und die uns beistehen, Dornen auszureißen, was manchmal richtig schmerzhaft sein kann. Manchmal hilft mir aber auch Lobpreismusik zu hören und mitzusingen, um meinen Fokus weg von den Dornen wieder hin zu Jesus zu lenken. Guter Lobpreis ist ein ganz wichtiger Dünger für meinen Boden.

Aber die wichtigste Bodenpflege ist letztendlich Gottes Wort selbst. Wir sprechen hier ja über biblische Prinzipien. Und am Anfang sagt Jesus, dass der Same das Wort Gottes ist. Wenn ich also meinen Boden aufbereitet und gelockert habe, die Dornen ausgerissen, dann kann ich selbst neuen Samen in mein Herz streuen, indem ich in der Bibel lese und das Wort Gottes in mein Herz eindringen lasse. Indem ich mich z.B. frage: Was ich hier gerade lese, was bedeutet das ganz konkret für mein Leben?

Die übrigen Körner aber fielen auf fruchtbaren Boden, gingen auf, wuchsen heran und brachten das Dreißigfache, das Sechzigfache, ja sogar das Hundertfache der Aussaat als Ertrag.« (Markus 4,8)

Aber dann gibt es auch Menschen, die wie der fruchtbare Boden sind, auf den die Saatkörner fallen: Sie hören Gottes Botschaft, nehmen sie an und bringen Frucht, dreißig-, sechzig- oder hundertfach.« (Markus 4,20)

Hier sind wir sozusagen am Ziel des Prozesses: Der Samen wurde ausgesät und nicht zertreten, hat Wurzeln entwickelt, die der Hitze standgehalten haben, die Pflanze ist ungehindert gewachsen und bringt nun Frucht: 30fach, 60fach oder 100fach. Was ich erstaunlich finde: Jesus sagt: „Die übrigen Körner..“ Das klingt jetzt nicht so, als sei es die absolute Mehrheit der Samenkörner. Und obwohl der Sämann das wusste, dass nur ein gewisser Teil Frucht bringen wird, sät er trotzdem mit vollen Händen.

Ich denke, Frucht meint nicht zwingend, dass ich einen Menschen, der Jesus bisher noch nicht kannte, zum Christen mache.  Dann würde das 30, 60 oder 100fach einen ganz gewaltigen Druck aufbauen. Ich habe zumindest noch keine 30 Menschen bekehrt! Aber Jesus hat uns ja nicht nur den Auftrag gegeben, Christen zu machen, sondern wir sollen Jünger machen! Jünger, das sind Menschen die Jesus nachfolgen, die seine weisen Regeln und Gebote kennen und diese befolgen, und auch wieder andere darin anleiten und begleiten. Und so verstehe ich hier auch die Frucht: Jesus wird in uns selbst und für uns immer größer, die Früchte des Geistes wachsen und gedeihen. Wenn Jesus mir in meinem Leben so wichtig ist, und unsere Wurzeln fest in der Bibel, also in göttlichen Werten und göttlicher Weisheit verankert sind, dann wird es von ganz allein kommen, dass wir anders Handeln und anders Reden als Menschen, die nicht auf diesem guten Boden stehen. Wir beiden Verrückten zum Beispiel, ich würde sagen, wir reden anders über Finanzen als die meisten anderen Menschen es tun. Und das bringt andere vielleicht dazu, ihre eigenen Gedanken zum Thema Finanzen zu hinterfragen, anhand der Bibel zu prüfen, und dann einen Glaubensschritt zu wagen und es einfach auszuprobieren, ob das stimmt, was die Bibel empfiehlt.

Wenn wir also das Gleichnis etwas weiter fassen, dann kann es ja durchaus Realität sein, dass alle diese vier Böden gleichzeitig in meinem Herzen und meinem Leben vorkommen:

  • Bei Finanzen bin ich vielleicht hart und lasse Jesus nicht dran.
  • Bei der Arbeit sind meine Wurzeln kurz und ich vergesse meinen Glauben und die biblischen Werte, sodass ich nicht danach handle.
  • In der Familie wächst der Glaube, aber es gibt Dornen, die immer wieder die mögliche Frucht ersticken.
  • Und wenn ich mich in der Gemeinde engagiere, dann blühe nicht nur ich auf, sondern erlebe, dass mein Dienst Frucht bringt!

An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank Lukas für dieses neue Verständnis von diesem Gleichnis. Wenn ich das weiterdenke, dann verhindert es auch, dass ich Menschen in Schubladen stecke: Einmal schlechter Boden, ein harter Weg, immer ein schlechter Boden. Nein, ich denke, wir haben es selbst in der Hand, unseren Boden zu pflegen und mit Saatgut zu versorgen. Und jeder Landwirt weiß, dass er auch seinen guten Boden weiterhin pflegen muss, damit nicht doch wieder Unkraut und Dornen die Oberhand gewinnen. Das ist dann auch meine Frage zum vieren Boden an Dich: Was könnte für Dich heute Neues dran sein, um Deinem Boden neue Nährstoffe zu geben und Dornen auszureißen? Was würde Deiner Beziehung zu Jesus mal so richtig gut tun? Egal was es ist, schreib es auf, und lass es Wirklichkeit werden! Ich weiß, Du denkst jetzt vielleicht so wie ich gerade im Hinterkopf: Wann soll ich das denn noch machen? Ich habe doch so schon keine Zeit für alles. Oder ich kann mir das nicht leisten, was auf dem Zettel steht. Dann lass mich Dir zusprechen: Doch, Du kannst! Wenn es Deine Beziehung zu Jesus intensiviert, dann nimm Dir die Zeit und verzichte vielleicht gerade jetzt zu Beginn der Fastenzeit auf manche Zeitfresser in Deinem Leben. Und wenn es Deine Beziehung zu Jesus intensiviert, dann ist es auch jedes Geld der Welt wert!